Tarifvertrag baugewerbe 2018 berlin

  • Posted on: August 4, 2020
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Die katholische und die protestantische Kirche und ihre Institutionen, Sozialverbände und privaten Einrichtungen fallen nicht unter das Arbeitsrecht, sondern das Kirchenrecht. Die Arbeitnehmer können individuell beschließen, Gewerkschaftsmitglieder zu werden, haben aber kein Streikrecht. Die Löhne werden einseitig in Absprache mit den Arbeitnehmervertretern festgelegt. Die Arbeitnehmervertretung ist nach den Arbeitnehmervertretungsgesetzen der Deutschen Evangelischen Kirche (MVG) und der katholischen Kirche (Personalvertretungsordnungen, MAV) geregelt. Quelle: Tarifpolitischer Jahresbericht 2018, WSI-Tarifarchiv, S. 11. Zwischen der gewerkschaftlichen Gewerkschaft IG BAU und den Bauunternehmern wurde eine Lohnvereinbarung zur Erhöhung der Baumindestlöhne geschlossen. Die neuen bundesweiten Löhne gelten ab dem 1. April 2020. “Mehr als 200.000 Bauarbeiter profitieren von den höheren Mindestlöhnen”, sagte IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger. Teilzeitarbeit ist in Deutschland eine sehr weit verbreitete Form der Frauenbeschäftigung.

Als Reaktion auf das westdeutsche Modell der männlichen Ernährer/Alleinverdiener förderten die Arbeitsmarktreformen der frühen 2000er Jahre die Teilzeitarbeit als Mittel zur Erhöhung der Beschäftigung von Frauen. Die EU-Arbeitskräfteerhebung (EU-AKE) ergab, dass 2018 46,7 % der weiblichen Arbeitnehmer Teilzeit arbeiteten, verglichen mit 9,3 % der männlichen Arbeitnehmer. Der Gesamtanteil der Teilzeitbeschäftigten in Deutschland lag 2018 bei 26,8 % und damit deutlich höher als im EU-Durchschnitt (18,5 %). Die Mehrheit der Teilzeitbeschäftigten arbeitet nicht in Standardbeschäftigung, sondern in atypischen Formen, den sogenannten Minijobs. Bis 2018 weniger als ein Drittel (28%-30%) der mitbestimmten, börsennotierten Unternehmen die Quote von 30 % (FIDAR 2019) erreicht hatten, was im Vergleich zu 2010 einen deutlichen Anstieg darstellt (9,7 %). Im Gegensatz dazu hatten die neuen Rechtsvorschriften nur sehr geringe Auswirkungen auf den Frauenanteil in den Leitungsorganen der Unternehmen. Sie stieg um 3 % (1020) auf 7,4 % (2018). (WSI 2019) Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) (2018), Sicherheit und Gesundheit beim Arbeitsberichtsjahr 2017 , Unfallverhütungsbericht Arbeit, Dortmund/Berlin/Dresden. Nach Artikel 4 des Tarifvertragsgesetzes bleiben Tarifverträge bis zum Abschluss eines neuen Tarifvertrags gültig. Arbeitnehmer, die nach Beendigung des Tarifvertrags und vor der Beilegung eines neuen Tarifvertrags eingestellt wurden, fallen nicht unter den ausgelaufenen Tarifvertrag. Zwischen 2012 und 2018 lag das BIP-Wachstum in Deutschland bei 7,49 % und damit unter dem EU-Durchschnitt (9,73 %). Die Arbeitslosenquoten für alle Kategorien gingen weiter zurück und lagen unter dem EU-Durchschnitt, insbesondere der Jugendarbeitslosigkeit, die 2018 bei 6,2 % lag und damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt für dieses Jahr (15,2 %) lag.

Jüngste Zahlen der Gewerkschaftszugehörigkeit zeigen unterschiedliche Tendenzen: deutliche Anzeichen einer Erholung (in berufs- und sektoralen Gewerkschaften in privatisierten Unternehmen und im öffentlichen Sektor); Stabilität aufgrund starker Organisationsaktivitäten (Metall und Maschinen); und anhaltenden Rückgang aufgrund von Umstrukturierungen (im Baugewerbe, chemie und bergbau). Darüber hinaus stehen eine Reihe kleiner Berufsgewerkschaften im Wettbewerb mit den etablierten Akteuren. Schulten, T. und WSI-Tarifarchiv (2019), Tarifpolitischer Jahresbericht 2018 , Kräftige Lohnbeiswille und mehr Selbstbestimmung bei der Arbeit, Düsseldorf. In der Privatwirtschaft berichtete der Arbeitgeberverband der Automobilindustrie, dass 71 % seiner Mitglieder den von Gesamtmetall und IG Metall genehmigten Branchentarifvertrag nicht umsetzten. Gesamtmetall argumentierte, dass Branchenvereinbarungen flexibel gestaltet werden müssten, um attraktiv zu bleiben, während die IG Metall Proteste inszenierte und erklärte, die Arbeitgeber versuchten, die Situation auszunutzen und nicht auf die Umstellung auf Industrie 4.0 vorbereitet seien. und zu einer CO2-freien Wirtschaft. Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen sehen verschiedene Formen der Arbeitszeitflexibilität in Bezug auf Wochenendarbeit, Überstunden, Schichtarbeit oder Arbeitszeitkonten vor.